Offene Schallwand mit Ciare CH250 (Open Baffle)
Update 21.09.2026 – Baubericht und Farbgestalltung.
Wie schon vor längerer Zeit versprochen, geht es nun weiter mit dem Baubericht und der Farbgestalltung.
Zuerst habe ich mir eine Schablone aus Karton hergestellt, um so die Form des Lautsprecher-Chassis auf den Standfuß übertragen zu können. Danach wurden mit der Stichsäge das Schall-Loch und die Lautsprecher-Form ausgesägt. Die Schallwand „Flügel“ rechts und links erhielten am unteren Rand eine Abschrägung, damit man sie gut einklappen kann.





Als nächstes wurden die ersten Schallwand-Teile lasiert. Ich hatte extra zuerst auf den Rückseiten der Einzelteile angefangen, um zu üben. Mit etwas Übung sollte die Vorderseite mit dem großen Loch dann wohl perfekt werden.
Pustekuchen! Leider gab es eine Stelle die mir nicht gefiel. Je mehr ich versuchte dies auszubessern, desto schlimmer wurde es. 🙁
Da fiel mir Bob Ross ein „We don’t make mistakes, just happy accidents“ und so machte ich aus der Not eine Tugend! Mit dem Pinsel zog ich einen dicken Strich, von oben nach unten, über die ganze Schallwand. Genau so, wie es Bob Ross bei seinen Bildern immer getan hatte!
Jetzt sieht die Mitte aus, als ob sie nicht fertig gestrichen wäre 😃 Finde das hat was!





Bei der zweiten Schallwand hatte ich es mit dem Lasieren besser raus. Aber irgendwie schaut die jetzt fast schon zu perfekt und langweilig aus. Aber Egal, das bleibt so! 😉
Der geneigte Hörer oder auch Betrachter, kann nun selbst entscheiden, welche Schallwand besser gefällt. 😀

Für den LAUT! und FF26 Schriftzug fertigte ich mir Papier-Schablonen an. Hierfür nutzte ich ein einfaches Zeichenprogramm, damit die Beschriftung gleichmäßig wurde. Lackiert wurde die Schrift mit schwarzem Spraydosen-Lack.
Als nächstes werde ich über die Frequenzgang-Linearisierung berichten…
Stay tuned!
16.05.2026 – Von der Idee zur experimentellen Schallwand
Offene Schallwände (Open Baffle) bieten durch den Verzicht auf ein Gehäuse einen extrem natürlichen und räumlichen Klang. Allerdings hängt die Wirkung im Bassbereich stark vom Aufbau und der Aufstellung der verwendeten Schallwände ab.
Diese DiPol-Bauform gibt es schon sehr lange. Auf diese Weise hat man früher, in den 1920/30er Jahren, Kinos oder große Räume wie z.B. Ballsäle beschallt.
Hier mal eine Abbildung der verschieden Bauformen und deren Richtcharakteristik.

Quelle: Leider unbekannt (Hinweise sind willkommen)
Da das Thema Open Baffle für mich absolutes Neuland ist und ich gerne mit den verschiedenen DiPol-Profilen experimentieren wollte, habe ich mir eine verstellbare Schallwand ausgedacht.
Je nach eingestelltem Profil verändert sich das Abstrahlverhalten dieses DiPols.
Man kann das L, A, U und T(i)-Profil einwinkeln. Daher heiß das Projekt auch passender Weiße „LAUT !“ 😃
Der Mittelsteg (Stand-Fuß) hat klanglich keine Auswirkung auf das gewählte DiPol-Profil, da es die Richtcharakteristik nicht beeinflusst.




Als Treiber werden Ciare CH250 Breitbandlautsprecher verwendet, welche ich im „Forum des guten Tons“ zu einem fairen Preis ergattern konnte.
Dieser Breitbänder hat einen super Wirkungsgrad von 96dB und einen Übertragungsbereich von 40Hz bis 18.000Hz. Daher ist er sehr gut für SE-Röhren-Verstärker mit geringer Ausgangsleistung von ca. 1 – 3 Watt geeignet.
Leider wird dieser Lautsprecher nicht mehr hergestellt, aber SpectrumAudio in Bremen hat zwei ähnliche Breitband-Lautsprecher, von der Firma Sica im Angebot, welche vergleichbare Parameter aufweisen und als Alternative dienen könnten: http://www.spectrumaudio.de/breit/ciare/ciareCH250.html
Die Frequenzgang-Linearisierung müsste dann entsprechend angepasst werden, um evtl. Frequenzgang-Überhöhungen auszugleichen.
Great content! Keep up the good work!
So,I like it