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Die Schutzprüfung – Sicherheit geht vor!

Der geneigte Leser mag sich evtl. fragen, ob so ein selbstgebautes Gerät überhaupt sicher ist 😮

Meine selbstgebauten Röhrenverstärker sind immer Schutzgeerdet (Schutzklasse 1) und an der Gehäuserückseite, mit dem entsprechenden Symbol, gekennzeichnet (siehe rote Pfeile).

Der Schutzleiter ist bei Schutzklasse 1 Geräten immer am Gehäuse angeschlossen!


Bei der Schutzprüfung muss man unbedingt darauf achten, dass z.B. jede einzelne Schraube aus Metall, welche von außen berührt werden kann, entsprechend mit der Mess-Spitze überprüft wird. So kann die Schutzprüfung eines Gerätes schon mal eine halbe Stunde oder mehr in Anspruch nehmen.

Für die Schutzprüfung verwende ich ein spezielles Prüfgerät der Firma Benning, vom Typ ST 710.
Mit diesem Gerät sind Prüfungen gemäß DIN EN 50678 (VDE 0701) und DIN EN 50699 (VDE 0702) möglich.

Die Prüfung beinhaltet folgende Prüfschritte, welche Automatisch durchgeführt werden:

  • Schutzleiterwiderstand 0,05 Ω – 20 Ω, mit ± 200 mA Prüfstrom
  • Isolationswiderstand 0,1 MΩ – 20 MΩ, mit 500 V DC Prüfspannung
  • Schutzleiter- und Berührungsstrommessung 0,1 mA – 20 mA, über Ersatzableitstromverfahren (Hierbei wird der Strom gemessen, in dem das Messgerät den Widerstand des menschlichen Körpers (2kΩ) nachbildet.)

Die Schutzprüfung führe ich nach jeder Reparatur oder Änderung durch (wenn das Gerät geöffnet wurde), spätestens aber alle zwei Jahre.


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