ElektronenröhrenReparaturTipps & Tricks

Jugendsünden & Klang-Tuning

Wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt, konnte ich dem Rhapsody Röhrenverstärker nie richtig das Brummen abgewöhnen.
Nach all den Jahren (Jahrzehnten) dachte ich mir an einem regnerischen Nachmittag, ich wage mal einen neuen Anlauf.
Im Verdacht hatte ich die DC-Heizspannung der Vorstufen-Röhren. Bei näherer Betrachtung der Schaltung kam mir die Siebung nach der Gleichrichtung, aus heutiger Sicht, zu knapp bemessen vor.

Anders als im Schaltbild wurde damals statt 1500µF ein 2200µF-Elko verwendet.

Und Bingo! Die Brummspannung (100Hz) am Ausgang vom Regler betrug 1,44Volt. Das war definitiv zu hoch und hier musste mehr Siebung her.

In meinem Fundus hatte ich noch zwei 10.000µF Kondensatoren. Einen schloss ich an den Eingang des Reglers, parallel zum vorhandenen Sieb-Elko (2200µF) und den anderen an den Ausgang an. Nun hat die Brummspannung am Regler-Ausgang nur noch 0,053V (52,80mV). Ein Leerlaufbrummen ist nun kaum noch hörbar.

Das letzte bisschen Brumm kommt wohl davon, dass die Heizung der beiden Endstufen-Röhren in Reihe geschaltet wurde und diese mit 12,6V Wechselspannung geheizt werden. Der Netz-Trafo hat leider keine 6,3V Wicklung. Daher ist keine Symmetrierung, mit den üblichen 50 bis 100-Ohm Widerständen, gegen Masse möglich.

Aber damit kann ich gut Leben, wenn man einen Meter von den Lautsprecher-Boxen entfernt steht, hört man überhaupt kein Brummen mehr. 🙂

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